Die gute infrastrukturelle und wirtschaftliche Qualität wird allerdings auch mit hohen Immobilienpreisen bezahlt.
Für Top-Lagen wie in den citynahen, am Grüngürtel angrenzenden Stadtteilen Lindenthal, Bayenthal oder Marienthal, der gefragtesten und teuersten Ecke Kölns mit zahlreichen Villen im englischen Landhausstil, werden stolze Quadratmeterpreise von bis zu 3.800 Euro auf dem Immobilienmarkt für eine Eigentumswohnung fällig. Dagegen ist die Kölner Altstadt etwas preisgünstiger, sofern Wohnungen frei sind. Die Häuser dort wurden hauptsächlich in den 50er Jahren erbaut und entsprechend dem Stil dieser Zeit angepasst.
Die Kölner Altstadt ist im zweiten Weltkrieg nahezu zerstört worden. Lediglich die historischen Straßennamen und der Straßenverlauf sind beibehalten worden. Trotz der zentralen Lage finden sich hier etliche, ruhige Wohnstraßen in verkehrsberuhigter Lage mit gut geschnittenen, großen Wohnungen wieder. Die Immobilienpreise liegen bei ca. 3000 Euro pro Quadratmeter auf dem Immobilienmarkt bei einer Eigentumswohnung. Günstigere Immobilien erhält man in den Randbezirken. Dort finden sich zum Teil auch wenig attraktive Plattenbausiedlungen vor. In Chorweiler zeigen sich die städtebaulichen Sünden der 60er und 70er Jahre mit Hochhausbauten. Aber es gibt auch durchaus attraktive, multikulturell geprägte Stadtteile wie Nippes, die insbesondere von jungen Familien bewohnt werden und in der Immobilienbewertung noch nicht so hoch angesiedelt sind. Stadtteile wie Klettenberg und Sülz bergen großes Potential und verbinden urbane, zentrale Wohnmöglichkeiten in familiengerechten Naherholungsgebieten im Grünen bei noch nicht allzu hoher Immobilienbewertung, auch wenn noch Preise für ein einfaches Einfamilienhaus in Höhe von einer halben Million Euro gezahlt werden müssen, Tendenz steigend.
Direkt am Rhein gelegene Stadteile mit fast dörflichem Charakter und vielen herrschaftlichen Wohnhäusern am Rheinufer wie Rodenkirchen bieten allerdings kaum noch günstige Immobilienpreise.